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LINES
Bartolome bezeichnet die Linie als „meine künstlerische Herkunft“. Sie vermittelt Wissen über ein anderes Ding – das Objekt des Zeichens. LINES ist jedoch kein Archiv abgeschlossener Werke. Jede Seite, jedes Bild wird zum Schnittpunkt von Material, Raum und Zeit. Das Buch lebt nicht von Wiederholung, sondern von der einmaligen Berührung: Papier und Luft, Graphit und Licht, Weiß und Schatten. Die Linie ist keine Illustration der Welt, sondern ein Ereignis: Sie reagiert, widersetzt sich, verschwindet und kehrt zurück. Zwischen Zeichnungen, Orten, Wetter, Spiegelungen, Falten und Spuren wandert der Blick zwischen Zuständen. Die Linie wird nicht allein vom Künstler gesetzt, sondern von der Welt beantwortet.
Die virtuelle Gegenwart – Eine Anthropologie des gesenkten Blicks
Spieglein, Spieglein – Wer bin ich?
Die Welt im Kopf – Bewusstsein, Wirklichkeit und ein Irrtum
EINS ZWEI SEIN – Vom Einssein, der Einsamkeit und der Sehnsucht nach dem Anderen
Bernd Bartolome folgt der menschlichen Sehnsucht nach einem Gegenüber – von der verschlossenen Innenwelt des Bewusstseins über Körper, Bindung und Liebe bis zu Einsamkeit, Verlust und künstlichen Gegenübern. Dabei zeigt sich, dass Nähe nicht dort entsteht, wo zwei zu einem werden, sondern dort, wo beide einander erreichen und dennoch zwei bleiben.
GÖTTER GEGEN DIE NACHT – FÜRCHTE DICH! NICHT.
Der Mensch weiß, dass er verletzlich ist und dass sein Leben endet. Trotzdem plant er für morgen, liebt, baut, hofft und vertraut. Bernd Bartolome folgt diesem Widerspruch von der Biologie der Furcht über das Wissen um den Tod bis zu Religion, Kunst, Erinnerung, Sicherheit und der modernen Vermessung des Risikos. Ein Werk über Kontingenz, Endlichkeit und jene erstaunliche menschliche Bewegung, die aus zwei widersprüchlichen Sätzen entsteht: Fürchte dich! Nicht.
WORDS – Das Ich im Satz
Bernd Bartolome folgt den Spuren der Sprache von ihren körperlichen Anfängen bis zu den Stimmen der Maschinen, von der ersten Benennung der Welt bis zu jenem rätselhaften Ich, das sich in Sätzen selbst begegnet. Es ist die Geschichte eines sterblichen, verkörperten Wesens, das in einer Wirklichkeit lebt, die ihm niemals vollständig gehört, und dennoch gemeinsam mit anderen Worte findet, die für einen Augenblick tragen.